1955 Porsche 550 Spyder

PREIS: Auf Anfrage

Chassis 550-0050

Eines von nur 90 produzierten Exemplaren

Sehr umfangreiche Dokumentation

Ausgezeichneter Zustand

Frühe Rennhistorie in den USA

Deutsche Papiere

Kontakt

Der Porsche 550 Spyder

Der 550 Spyder zementierte Porsches Ruf als ernstzunehmender Konkurrent auf den Rennstrecken dieser Welt. Der kleine Mittelmotor-Roadster erhielt den Spitznamen „Riesentöter“ für seine Fähigkeit, viel stärkere Fahrzeuge zu besiegen. Nach der Einführung auf dem Pariser Autosalon 1953 blieben der 550 und seine zweite Variante, der 550A, bis Februar 1959 in Produktion. Bis zum Erscheinen des Nachfolgers 718 RSK Spyder wurden insgesamt 130 Exemplare des 550 und 550A gebaut. Ein großer Teil der 550er Produktion entfiel auf Bestellungen aus den Vereinigten Staaten.

Der 550 hatte einen lediglich 59 kg schweren, aus Rohren zusammengeschweißten flachen Kastenrahmen und hatte vorne und hinten eine Einzelradaufhängung. Der Wagen erhielt den von Dr. Ernst Fuhrmann entwickelten 1,5-Liter-Vierzylinder-Boxermotor Typ 547. Bei diesem wunderbaren und  hochkomplexen Motor waren der Motorblock, die Zylinder und die Zylinderköpfe aus Leichtmetall. Die vier obenliegenden Nockenwellen wurden durch Königswellen angetrieben. Der Motor hatte zwei Solex-Doppelfallstromvergaser, Doppelzündung mit zwei getrennten Zündverteilern und zwei Zündspulen. Für die Trockensumpfschmierung wurde ein separater 8-Liter-Öltank eingebaut. Der Motor leistete 110 PS (81 kW) bei 7800/min und hatte ein maximales Drehmoment von 121 Nm bei 5000/min.
Dank eines Gewichts von lediglich 590 Kilogramm waren die 550er in der Lage, je nach Getriebeübersetzung Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 210 km / h zu erreichen.

Angesichts der enormen Leistung, des tadellosen Fahrverhaltens und der hervorragenden Bremsen ist es kein Wunder, dass der Porsche 550 Spyder … das Auto ist, das es zu schlagen gilt.

– Road and Track Magazin, Ausgabe Februar 1957 –

Der von uns angebotene Porsche 550 Spyder

Der Porsche 550 Spyder, den wir hier anbieten, ist das Chassis 550-0050 und eines von nur 90 gebauten Exemplaren. Das Auto wurde am 28. Juni 1955  in Silber mit schwarzem Interieur fertiggestellt und anschließend an seinen Erstbesitzer Jim Cook an die Westküste der USA ausgeliefert. Dieser setzte den Spyder zusammen mit C. Pitt Browne bis 1965 bei lokalen Rennen ein (detaillierte Rennhistorie siehe unten). Mitte der 80er Jahre gehörte 550-0050 Frank C. Cook aus Las Vegas, der den Wagen später an European Auto Sales in Los Angeles verkaufte. Im Dossier sind mehrere Korrespondenzbriefe aus dieser Zeit enthalten.

Ab 1988 wurde der 550 Spyder im Auftrag des japanischen Sammlers Yoshida einer sehr gut dokumentierten und professionellen Restaurierung unterzogen. Das vollständige originale Restaurierungsdossier mit hunderten von Fotos und Korrespondenzbriefen ist vorhanden. In den späten 90er Jahren ging der Spyder über den französische Händler Benoit Couturier an den berühmten Porsche-Sammler und Enthusiasten Claude Picasso, Sohn von Pablo Picasso. Claude Picasso nahm mit dem Wagen an der Targa Florio und an der ersten Ausgabe der Le Mans Classic teil. Bald darauf wurde der 550 Spyder von dem Oldtimer-Enthusiasten und Sammler Jean Guittard gekauft, der den Porsche wiederum an den berühmten französischen Sänger Florent Pagny verkaufte.

Mitte 2005 wurde das Auto in Paris versteigert und von David Holder, CEO von Ladurée, gekauft. Dieser verkaufte den Spyder schließlich im Jahr 2008 an den heutigen Eigentümer verkauft. Der 550 Spyder wurde seitdem nur sporadisch benutzt und fast nie öffentlich gezeigt. Heute präsentiert sich der 550 durchweg in sehr gutem Zustand und ist die ideale Eintrittskarte für die prestigeträchtigsten Oldtimerveranstaltungen der Welt.

Deutsche Papiere

550-0050 Renngeschichte

– 26. Februar 1956, Mansfield Airport, Louisiana, James Cook. 1.
– 5. August 1956, Mansfield Airport, Louisiana, C. Pitt Browne Jr.
– 13. Oktober 195-, Hammond GP, Louisiana, C. Pitt Browne Jr.
– 15. Mai 1960, Great Western Rallye, James Cook / Jack Ryan, 4.
– 21. August 1960, Bonneville Nationals, C. Pitt Browne Jr., 1.
– 4. Juli 1965, GP Golden State, James Cook, 4.