1961 Ferrari 250 GT SWB Berlinetta by Scaglietti

PREIS: Auf Anfrage

Chassis 2563GT

Das 78. von lediglich 165 gebauten Exemplaren

Ab Werk mit 40-DLC-6 Vergasern der Rennversion ausgestattet

Langjähriger Bestandteil bedeutender Ferrari-Sammlungen

Ferrari Classiche Zertifiziert

Schweizer Papiere

Kontakt

DER FERRARI 250 GT SWB BERLINETTA VON SCAGLIETTI

Die Bezeichnung „SWB“ (short wheel base) ergab sich aus einem Chassis, das mit 2.400 mm Radstand um 200 mm kürzer war als das des Standard 250 GT. Die Karosserie des SWB wurde von Pinin Farina gezeichnet und wird von vielen als größter Wurf des Designstudios angesehen. Der 250 GT SWB war mit Ferraris leichtem und kompaktem 3,0-Liter Colombo-V12 ausgestattet. Dieses Vollaluminium-Triebwerk mit zwei Nockenwellen und drei Weber-Vergasern leistete im Wettbewerbs-Trimm 280 PS bei 7.000 U/min und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.
Käufern standen zahlreiche verschiedene Optionen zur Verfügung, um den Wagen an die persönlichen Bedürfnisse und den jeweiligen Einsatzzweck anzupassen. Die Competition Version wurde mit einer leichteren Aluminium-Karosserie ausgeliefert. Diese spezielle Alu-Version des 250 GT SWB ist der direkte Urahn des legendären 250 GTO. Bis Anfang 1962 wurden insgesamt lediglich 165 Exemplare des 250 GT SWB gebaut, von denen 91 in der „Lusso“ genannten Straßenkonfiguration mit Stahlkarosserie gebaut wurden, während 74 „Competition“ Exemplare eine Alu-Karosserie bekamen und für den Renneinsatz spezifiziert waren.


DER VON UNS ANGEBOTENE FERRARI 250 GT SWB

Der Ferrari 250 GT SWB, den wir hier anbieten, trägt die Chassis Nummer 2563GT. Er verließ das Ferrari Werk im April 1961 und ist das 78. von nur 165 gebauten Exemplaren. Das Auto wurde am 15. Mai über den Händler Fontanella an den italienischen Erstbesitzer A. Demetriadi ausgeliefert. Ab Werk wurde der SWB mit 40-DLC-6-Vergasern der Competition-Version (anstelle der regulären 36-DLC-3-Vergasers) spezifiziert. Gemäß der Ferrari Classiche-Zertifizierung des Fahrzeugs war die ursprüngliche Farbkombination Grigio Conchiglia 16249M (Muschelgrau) mit Pelle Connolly VM 3171 (Dunkelrot).
2563GT gelangte zwei Jahre später in die Schweiz und wurde von Daniel Siebenmann aus Bern erworben. Dieser ließ den Wagen unter dem Kennzeichen „BE 74827“ zu.
Siebenmann trat mit dem Wagen am 7. Juli 1963 beim 3-Stunden Rennen der Auvergne in Clermont-Ferrand für das Team Écurie Biennoise an. Er beendete das Rennen auf einem ehrenwerten 23. Platz des Gesamtklassements und duellierte sich dabei mit Größen wie Maria Abate im 250 GTO und Lorenzo Bandini im 250 TR/i. Im nächsten Monat nahm Siebenmann am Ollon-Villars Bergrennen teil und erreichte einen  7. Platz in der GT-Klasse. Noch im selben Monat startete er mit dem SWB beim Sierre-Crans Montana Bergrennen. Im darauffolgenden Jahr verkaufte Siebenmann 2563GT in die USA. Roger Gaskin aus Beverly Hills erwarb das Auto im Jahr 1970. Fast zehn Jahre später kehrte das Auto 1979 über den Händler Charles Gnädinger in die Schweiz zurück und wurde an René Meister verkauft. Der Motor des SWB wurde in dieser Zeit ausgetauscht.

2563GT durchlief drei weitere Schweizer Besitzer, bevor es schließlich vom berühmten Schweizer Sammler Jean Pierre Slavic aus Mies erworben wurde. Zu diesem Zeitpunkt war der SWB mit dem Kennzeichen „VD 40201“ zugelassen. Slavic besaß das Auto für die nächsten 17 Jahre von 1984 bis 2001. Im Jahr 1998 startete er mit dem Wagen an der Tour Auto. Im Jahr 2001 tauschte Slavic 2563GT gegen den 275 GTB/C Chassis 9027 von Anthony Bamford. Der Schweizer Sammler Stanislas de Sadeleer erwarb im Mai 2002 2563GT und registrierte das Auto mit den Nummernschildern „BE 78506“. De Sadeleer trat von 2002 bis 2006 bei mehreren historischen Veranstaltungen an, darunter die Tour Auto und Le Mans Classic. Umfangreiche Wartungsarbeiten wurden zu dieser Zeit vom Ferrari-Spezialisten Graber Garage in Bern durchgeführt. 2006 wurde das Auto an die Graber Garage verkauft und ging im nächsten Jahr an den Sammler Mark Stolkin aus Chelsey/UK. Im folgenden Jahr erwarb der berühmte Schweizer Sammler Pierre Mellinger den SWB 2563GT und gab dabei seinen Lusso 4509GT in Zahlung. Mellinger nahm mit dem SWB 2009 und 2010 an der  Tour Auto teil.

2563GT gehört heute zu einer bedeutenden Ferrari-Sammlung und wird in einem sehr guten Zustand angeboten. Der SWB wird von der Ferrari Classiche Zertifizierung und einem umfangreichen Dossier begleitet und stellt die seltene Gelegenheit dar, einen der legendärsten und begehrtesten Ferrari aller Zeiten zu erwerben.

Renngeschichte:

Auvergne 3h – 7. Juli 1963 – D. Siebenmann (# 9) – 23. OA
Ollon-Villars Bergrennen – 25. August 1963 – D. Siebenmann – 43. OA (7. in GT)
Sierre-Crans Montana Bergrennen – 30. August 1963 – D. Siebenmann

Fotos: Stephan Bauer für A & S.