1964 SHELBY 289 COBRA

PREIS: Upon request

Chassis CSX2433

Umfangreiche frühe Rennhistorie

Restoration auf höchstem Niveau durch Canepa

2. Platz beim Cobra Concours in Amelia Island 2012

Teilnahmeberechtigt für die großen historischen Rennveranstaltungen

Le Mans Hardtop

Kontakt

SHELBY COBRA 289

Caroll Shelby zementierte für die Ewigkeit seinen Namen in den Geschichtsbüchern des Automobils, indem er das Beste aus dem englischen und amerikanischen Automobilbau vereinte. Dazu nahm er Karosserie und Rahmen von AC und kombinierte diese mit einem small-block V8 von Ford.

Während die ersten 75 Cobras noch mit dem 260-cc V8 Motor ausgestattet wurden, erhielten die Folgenden den größeren 289-cc Motor. Die Werksangaben nannten eine Leistung von 275 PS bei einem Gewicht von 1050, rund 500 kg Ieichter als die Corvette aus der gleichen Zeit.

DAS HIER ANGEBOTENE FAHRZEUG

Die traumhafte Cobra 289, die wir Ihnen präsentieren dürfen, hat die Chassisnummer CSX2433 und ist eine der zwischen 1963 und 1965 durch AC gebauten Mark II Versionen. Der Ford 289 Motor wurde erstmals 1964 in der Cobra verbaut und blieb bis zur Einführung des 427 Modells das Standard-Aggregat.

Die Shelby 289 dominierten das Renngeschehen der USRRC Serie und gewannen über einen Zeitraum von 3 Jahren mit einer einzigen Ausnahme alle Rennen. Die hier angebotene Cobra wurde in England im Mai 1964 gebaut und ab Juni bei Shelby American fertiggestellt. Verkauft wurde der Wagen über McAnary Ford in Gary, Indiana im August desselben Jahres. Die zunächst Vineyard grüne Cobra hatte in den ersten Jahren eine Reihe Besitzer. Douglas Casey aus Chesteron, IN, erwarb CSX2433 vom Erstbesitzer und gab den Wagen wenig später zusammen mit einer Dragonsnake an Dodge Olmstead aus Vienna, Virginia, ab. Dieser verkaufte die 289 Cobra direkt an seinen Freund Brooke Perkins. Letzterer fuhr den Wagen 1965 zunächst auf der Straße. Nach einem Jahr entschied er, die Cobra fortan als Rennwagen einzusetzen. Der Wagen wurde entsprechend vorbereitet und bis zum Erhalt seiner SCCA Rennlizenz ließ er ihn von zwei Freunden fahren, namentlich Jim Sutter und Rick Mandelson.

CSX2433 fuhr mit den Nummern 65 und 22 in Lime Rock, Marlboro, Reading, Mid-Ohio, Watkins Glen, Virginia International Raceway, Summit Point und Cumberland. 1967 startete Mandelson mit dem Auto bei den SCCA Nationals in Marlboro und gewann dort seine Klasse. Dabei überrundete er Bob Tulius und unterbot Mark Donahues Streckenrekord um eine ganze Sekunde.

Nach diesen ersten Jahren im Rennsport bot Perkins die Cobra 1968 im Magazin Autoweek zum Kauf an. Dave Johnson aus Milwaukee, Wisconsin, erwarb CSX2433 und verkaufte den Wagen wiederum ein Jahr später an einen weiteren Rennfahrer, Daniel Schott aus Oshkosh, WI. Dieser war der Eigentümer einer Bar, die den Namen „My Brother’s Place“ trug. Er setzte CSX2433 unter dem Banner „My Brother’s Place Racing Team“ von 1969 bis 1972 in SCCA Rennen ein. Der Wagen startete mit den Nummern 66 und 69 in Brainard, Elkhart Lake, Blackhawk Farms, Watkins Glen, Mid-Ohio, Michigan Int’I Raceway, Waterford Hills, Nelson Ledges, St Louis, Lime Rock und Atlanta.

1973, nach vielen Jahren auf der Rennstrecke, erhielt die Cobra eine wohlverdiente Pause und wurde vom nächsten Besitzer, Steven Mondloch aus Kaukaun, WI, wieder in Straßenkonfiguration zurückversetzt. Er unterzog den Wagen 1981 einer Restauration und behielt ihn bis 1990. Nach einem weiteren Besitzerwechsel wurde die Cobra Teil der Sammlung von Bill Jacobs. CSX2433 führte dort das wohl behütete Leben eines geschätzten Sammlerobjekts, doch die rennfreie Zeit neigte sich allmählich dem Ende zu. Nachdem Bruce Canepa die Cobra 2007 erworben hatte, entschied er, sie von Grund auf zu restaurieren und setzte sich dabei das Ziel, gleichermaßen einen Concours Zustand wie eine Konkurrenzfähigkeit auf der Rennstrecke zu erreichen. Eine äußerst aufwendige body-off Restaurierung war die Folge, bei der CSX2433 ohne Kosten zu scheuen auf das höchstmögliche Niveau gebracht wurde.

Direkt nach Fertigstellung der Arbeiten hatte die Cobra 2012 einen ersten Auftritt bei dem prestigeträchtigen Amelia Island Concours in Florida. In der Klasse, die zum 50-jährigen Jubiläum der Cobra veranstaltet wurde, gewann CSX2433 den zweiten Preis, nur knapp geschlagen von der ersten produzierten Cobra.

Mit der Rolex Monterey Motorsports Reunion stand anschließend die Rückkehr auf die Rennstrecke auf dem Programm. Die Veranstaltung stand 2012 ganz im Zeichen des Shelby-Jubiläums. Auf der legendären Rennstrecke von Laguna Seca lieferten sich 41 Wettbewerbs-Cobras ein packendes Rennen. Aufgrund von Problemen beim Qualifying starteten Bruce Canepa und CSX2433 vom letzten Startplatz. Im Rennen gelang ihm das Kunststück, in nur 11 Runden von dem 41. auf den 6. Platz vorzufahren. Die Art wie Canepa das Feld von hinten aufrollte und durch die berühmte Corkscrew Kurve schoss, die anderen Cobras links und rechts überholend, war ein Anblick, an den sich heute noch viele erinnern.

CSX2433 wurde von einem der besten Experten mit größtem Aufwand als sein persönlicher Rennwagen aufgebaut. Das Ergebnis ist ein Auto, das sowohl bei Concours wie auf der Rennstrecke gewinnen kann. Weitere Rennteilnahmen folgten wie zum Beispiel beim Goodwood Revival 2014. Im vergangenen Jahr wurde eine Motorüberholung bei einem Spezialisten in England durchgeführt. CSX2433 kommt mit zwei Reifensätzen und dem Le Mans Hardtop und ist bereit dafür, dem nächsten Besitzer genauso viel Freude zu bereiten wie seinen Vorgängern. Es handelt sich um eines der konkurrenzfähigsten Exemplare mit einer umfangreichen historischen Renngeschichte und einer Startberechtigung bei praktisch allen historischen Motorsportveranstaltungen.