1968 Lamborghini Miura P400

PREIS: Auf Anfrage

Chassis 3420

Umfangreiche Servicehistorie aus den letzten 25 Jahren

Sehr schöner, authentischer Zustand

Klassensieg Pebble Beach – Concorso Italian 1997

Eine wahre Ikone des Automobildesigns

Kontakt

DER LAMBORGHINI MIURA

Im Jahr 1964 begann Ferruccio Lamborghini, Ferrari mit seinem 350GT herauszufordern, aber erst die Ankunft des zeitlosen Miura im Jahr 1966 etablierte sein Unternehmen als einen bedeutenden Hersteller für Sportwagen. Das Projekt Miura wurde der Öffentlichkeit erstmals während des Turiner Autosalons im Jahr 1965 in Form eines rollenden Chassis vorgestellt. Im folgenden Jahr trat der Miura auf dem Genfer Autosalon mit seiner revolutionären Karosserie auf, die das Wunderkind Marcello Gandini für Bertone gezeichnet hatte. Auch technisch war das Auto in seiner Raffinesse und Komplexität atemberaubend. Der von Gianpaolo Dallara entworfene Miura trug sein quer eingebautes 350-PS-Aggregat als Mittelmotor hinter den Sitzen. Nur wenigen Autos gelang es, den Verlauf der Automobilgeschichte so nachhaltig zu prägen wie dem Miura. Dieses legendäre Auto setzte stilistisch und technisch völlig neue Maßstäbe.

DER VON UNS ANGEBOTENE LAMBORGHINI MIURA 

Der Lamborghini Miura, den wir hier anbieten, ist eine P400-Version, die Urform des Modells. Er trägt die Chassisnummer 3420 – mit passendem Motor Nummer 1802 – und wurde über die Grand Garage des Nations in der Schweiz an einen gewissen Herrn Del Amo erstausgeliefert. Der Wagen wurde in der Kombination Rosso Miura Acrilico mit schwarzem Kunstleder spezifiziert und verließ die Produktionslinie am 28. März 1968.

In den Anfangsjahren passierte 3420 Deutschland, was durch eine zusätzliche Chassisplatte belegt ist, die damals bei der Registrierung eines ausländischen Fahrzeugs erforderlich war. In den späten 80er Jahren wurde das Auto von Seaside Garage gekauft und nach Japan importiert. Seaside war damals dafür bekannt, eine große Anzahl von klassischen Lamborghini in das Land gebracht zu haben. Zu diesem Zeitpunkt wurde 3420 einer Restaurierung unterzogen, erhielt eine weiße Lackierung und ein beigefarbenes Interieur. Im Anschluss wurde der Wagen an die weltbekannte Matsuda Sammlung veräußert. 

1994 beschloss Yoshiho Matsuda, sein Museum rein auf Ferrari und Porsche zu fokussieren und alle anderen Fahrzeuge aus seiner Sammlung zu verkaufen. So gelangte der Miura 3420 im gleichen Jahr über Symbolic Motorcars zu einem weiteren kalifornischen Händler, der den Wagen 1996 an Thierry de Mascureau verkaufte, einem in Kalifornien lebenden Unternehmer und Oldtimer-Enthusiasten aus Frankreich.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Miura einen Tachostand von 16.500 km und De Mascureau beschloss, den Wagen von dem Spezialisten Avio Coach Craft in Los Angeles überarbeiten und in seiner ursprünglichen Farbe Rosso Miura Acrilico lackieren zu lassen. Die originalen Rechnungen für diese Arbeiten sind im Dossier vorhanden. Im folgenden Jahr präsentierte De Mascureau das Auto beim Concorso Italiano 1997 auf dem Pebble Beach Concours, wo es einen hervorragenden ersten Platz in der Klasse gewann. In den folgenden Jahren ließ De Mascureau den Miura regelmäßig bei Ferrari Anaheim warten.

Im Jahr 2004 beschloss De Mascureau, nach Frankreich zurückzukehren und alle seine Autos mitzunehmen. Der Miura erhielt dort die Registrierung „512 BFX 06“ und hatte zu diesem Zeitpunkt 17.396 km auf der Uhr. Das Auto wurde später im Fürstenpalast in Monaco ausgestellt und blieb insgesamt 15 Jahre lang im Besitz von De Mascureau. 2011 verkaufte er den Miura über einen deutschen Händler an den heutigen Besitzer. Es fand dabei eine technische Überarbeitung bei dem Lamborghini Spezialisten P3 in Cannes sowie bei Formula GT in München statt. Sämtliche originalen Rechnungen sind vorhanden. Der derzeitige Besitzer ließ den Miura regelmäßig bei einem weiteren Lamborghini Spezialisten pflegen und bewegte den Wagen sporadisch.

Heute hat der Miura einen Tachostand von 19.832 km und präsentiert sich in einem ausgesprochen schönen Zustand, bereit vom nächsten Eigentümer in vollen Zügen genossen zu werden. 45 originale Rechnungen und Belege aus den letzten 25 Jahren dokumentieren minutiös die umfangreiche Servicehistorie und die exakte Entwicklung des Kilometerstands. Ohne Frage wäre dieser Miura eine bedeutende Bereicherung einer jeden signifikanten Sammlung klassischer Sportwagen.

Deutsche Papiere

Fotos: Stephan Bauer für A & S